Für eine Welt ohne Atomwaffen
Frank-Walter Steinmeier setzt sich entschlossen für weltweite Abrüstung ein. In Moskau warb er erneut für die Abschaffung von Atomwaffen - ermutigende Signale kommen jetzt von der russischen Regierung.
Bei seinem Besuch in Moskau hat der Bundesaußenminister und SPD-Kanzlerkandidat neue Abrüstungsschritte angeregt. In seiner Rede vor der Akademie der Wissenschaften betonte Steinmeier, dass das Ziel einer völligen Abschaffung von Atomwaffen keine unrealistische Utopie sei, sondern bereits von führenden amerikanischen, deutschen und polnischen Außenpolitikern vorangetrieben werde.
Kontinuierlich macht Steinmeier dafür Druck: Bereits im Februar hatte er in einem Namensbeitrag für die Süddeutsche Zeitung einen “neuen Aufbruch” in der internationalen Abrüstung gefordert. Und im April hatte sich das Abrüstungskomitee der Sozialistischen Internationale im Berliner Willy-Brandt-Haus konstituiert.
Mit dem Moskau-Besuch des deutschen Außenministers könnte jetzt ein neuer Bündnispartner hinzukommen: Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin erklärte erstmals, auch er könne sich die Abschaffung aller Atomwaffen vorstellen, wenn alle “offiziellen und inoffiziellen Atommächte” auf die Bombe verzichteten, und forderte, dass Deutschland auch weiterhin bei der Abrüstung eine konstruktive und aktive Rolle spielen müsse.
Das Signal aus Russland flankiert anstehende Abrüstungsgespräche mit der amerikanischen Seite. Anfang Juli werden US-Präsident Obama und der russische Präsident Medwedew in Moskau über ein Nachfolgeabkommen des Vertrags über die Reduzierung strategischer Waffen (START) sprechen, der zum Jahresende ausläuft. Der deutsche Außenminister und Vizekanzler nannte das Gipfeltreffen einen “Prüfstein”, ob 2009 zu einem “Jahr des Aufbruchs” in der Abrüstung und Rüstungskontrolle werde.














